Montag, 22. August 2011

Aufruf zur Antifaschistischen Aktionswoche Leonberg und zum Konzert "FIGHT BACK" vom 14.-17.September
Antifaschistische Aktionswoche Leonberg

Aufgrund von aggressiven faschistischen Übergriffen in der Region Leonberg, hat sich nun ein Bündnis gegründet, dass mit einer Antifaschistischen Aktionswoche und einem anschließenden Konzert ein klares Zeichen gegen Nazis setzen möchte. Das Bündnis besteht aus : Antifaschistische Initiative Leonberg (AIL), Linksjugend Solid Böblingen/Calw,KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg, Jugendhaus Leonberg e.V., Jusos Leonberg/Weil der Stadt

Aufruf zur Aktionswoche


Der Nazismus hat die Welt durch Terror nach Innen und nach Außen mit Krieg, Elend und Mord überzogen.
In Leonberg erinnern die Gräber, die Gedenktafeln und Mahnmale an die Opfer, welche der Krieg den Familien abverlangte.
Schließlich wurden im letzten Kriegsjahr 1944/45 tausende Männer aus allen Ländern Europas hierher in das KZ Leonberg verschleppt. Sie wurden in der Rüstung zur Arbeit im Engelberg- Tunnel an den Flügeln der Messerschmitt-Flugzeuge gezwungen. Hunderte überlebten es nicht.
Jahrzehntelang fiel den LeonbergerInnen die Erinnerung an das KZ in der eigenen Stadt schwer.
Wir sind heute in einer Situation, in der wir immer noch mit Neonazis und anderen Erscheinungen des rechten Randes konfrontiert sind.
Auf Dorffesten rund um Leonberg griffen Neonazis des öfteren Andersdenkende und MigrantInnen an. Wie skrupellos Neonazis sind, zeigt dass der böblinger NPD-Funktionär Janus Nowak – im Wahlkampf 2009 – einen Gegner beschimpft und geschlagen hatte und nach hetzerischen Aussagen zu den Opfern des KZ’s Haifingen-Tailfingen wegen Volksverhetzung verurteilt wurde. Erst im Frühling wurde einem 17-jährigen durch einen Rutesheimer Neonazi mit einer Gaspistole aus kürzester Distanz ins Auge geschossen. In der Zwischenzeit gab es einige weitere Vorfälle, aber die meisten von ihnen wurden nie richtig aufgearbeitet. Falls überhaupt öffentlich über einen dieser Hergänge berichtet wurde, kam die Analyse viel zu kurz. Eher wurden Opfer und Täter auf „betrunkene Jugendliche“ reduziert, der politische Charakter nicht erwähnt.
Kein Mensch darf solche Zustände tolerieren!
Heute wie immer gilt: Schulter an Schulter gegen Faschismus!


Aufruf zum Konzert

Seit Jahren terrorisieren Neonazis in und um Leonberg Andersdenkende und MigrantInnen.
Verbindungen zwischen aggressiven Neonazis und der in Person von Janus Nowak, im Kreistag sitzenden faschistischen NPD ist offensichtlich!
Im März kam es wohl zu dem brutalsten faschistischen Übergriff. Neonazis schossen einem 17-jährigen in der Nähe des Leonberger Marktplatzes aus kürzester Distanz mit einer Gaspistole ins Auge.
Wir fordern die Menschen in Leonberg dazu auf, sich konsequent und aktiv gegen Rechts zu engagieren.
Wir werden nicht schweigen und den Naziterror hinnehmen!
In Form unseres Konzertes sagen wir FIGHT BACK!


Termine

Mittwoch, 14.9/ 18 Uhr | Führung durch das ehemalige Konzentrationslager Leonberg
Treffpunkt: Bushaltestelle Samariterstift, Teilnahme kostenlos

Donnerstag, 15.9/ 19 Uhr | in der Beat Barracke: Vortrag mit Frederic Stiegler zum Thema
"Neue Rechte", Eintritt frei

Freitag, 16.9/ 19 Uhr | in der Beat Barracke: Vortrag mit Robert Andreasch, Eintritt frei

Samstag, 17.9/ 19 Uhr | Beat Barracke: Konzert "FIGHT BACK" mit LAK, Wasted Youth, Take Shit, Cheap Solution, Einheizfront

weitere Infos findet ihr auf der Bündnishompage: awleo.wordpress.com
Freiheit für Chris!
Für antifaschistische Solidarität!
Gegen Repression und Polizeigewalt!

Am 4. August wurde ein Stuttgarter Antifaschist festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Vorgeworfen wird ihm die Beteiligung an antirassistischen Protesten gegen einen „islamkritischen Kongress“  und den Gründungsparteitag des Landesverbandes der Partei „Die Freiheit“ Anfang Juni diesen Jahres. Im Rahmen dieser Aktivitäten soll der Antifaschist an zwei Körperverletzungsdelikten beteiligt gewesen sein. Eine unter anderem mit fehlenden sozialen Bindungen begründete Fluchtgefahr dient als Begründung der Untersuchungshaft. 

Wir fordern die Aufhebung der Untersuchungshaft und solidarisieren uns mit dem Beschuldigten.

Was ist, was war...
Für das erste Juniwochenende 2011 planten mehrere rechtspopulistische und rassistische Gruppierungen Aktivitäten in und um Stuttgart. Veranstalter des sogenannten islamkritischen Wochenendes war die „Bürgerbewegung Pax Europa (BPE)“, sowie das Netzwerk „Politically Incorrectness (PI)“. Zusätzlich sollte am Sonntag der Gründungsparteitag des Landesverbandes der rechtspopulistischen und rassistischen Partei „Die Freiheit“ stattfinden. 
Über das gesamte Wochenende hinweg fanden in Stuttgart Protestaktionen gegen den Rassistenkongress und die Parteigründung statt. Mehr als 350 Menschen beteiligten sich zum Auftakt der Gegenaktivitäten an einer antirassistischen Demonstration durch die Stuttgarter Innenstadt und verhinderten im Anschluss daran weite Teile der von BPE auf dem Schlossplatz geplanten Auftaktkundgebung.
Der Angeklagte besetzte in diesem Zusammenhang gemeinsam mit anderen AktivistInnen die Bühne von welcher aus die Rassisten am 2. Juni ihre Propaganda auf die Straße tragen wollten. Die friedliche Besetzung wurde jedoch von der Stuttgarter Polizei mithilfe von Pfefferspray und Schlagstöcken brutal geräumt und die BesetzerInnen in Gewahrsam genommen. Vier Personen mussten aufgrund der Räumung im Krankenhaus behandelt werden. Fast ein Dutzend weitere folgten als die Polizei kurze Zeit später auch gegen die AntirassistInnen vorging, die vor der Bühne ihren Protest lautstark äußerten. Zwei der Verletzen mussten die darauffolgende Nacht in stationärer Behandlung verbringen.
Wenige Tage später sah sich auch „Die Freiheit“, die als Höhepunkt des Wochenendes ihre Parteisektion in Baden-Württemberg gründen wollte, mit Gegenwind konfrontiert: Knapp 30 AntirassistInnen protestierten lautstark vor dem Tagungsort. Im Umfeld kam es dabei zu einer Auseinandersetzung zwischen engagierten AntifaschistInnen und Parteimitgliedern an der der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft beteiligt gewesen sein soll.


Gegen jeden Rassismus!
Europaweit ist ein Erstarken rechtspopulistischer und rassistischer Strömungen zu beobachten. Auch in der Bundesrepublik werden mit Gallionsfiguren wie Thilo Sarrazin rechte Ideologien zunehmend salonfähig. Mit den Anschlägen in Norwegen hat dieser Trend seinen bislang traurigen Höhepunkt erreicht. Doch auch die unzähligen kleineren Fälle rassistischer Übergriffe verdeutlichen die Notwendigkeit gemeinsam und entschlossen dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. 


Gegen jede Repression!
Immer mehr AntifaschistInnen sehen sich mit der Kriminalisierung ihrer Arbeit konfrontiert. Das brutale Vorgehen der Polizei gegen die antirassistischen Proteste mit mehreren, teils schwer verletzen AktivistInnen, ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Weitere Beispiele für die Ausmaße dieser Tendenz sind die über acht Stunden andauernde Ingewahrsamnahme hunderter AntifaschistInnen die am 1. Mai gegen einen Aufmarsch der neonazistischen NPD in Heilbronn auf die Straße gehen wollten oder die Telefonüberwachung tausender Menschen in Dresden die dort im Februar gegen den traditionell größten Naziaufmarsch Europas protestieren wollten. Gerade die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hebt sich immer wieder mit einem besonders rigorosen Vorgehen gegen fortschrittliche Politik hervor: unablässig heftige Angriffe gegen die Anti-S21 Bewegung, die Kriminalisierung linker kurdischer AktivistInnen und antifaschistischer Symbole, sowie die Vertuschung von historischen Naziverbrechen sind repräsentativ für ihre politische Linie der letzten Jahre.
Nun versuchen sie mit dem aktuellen Fall ein weiteres Mal eine vielfältige und entschlossene linke und antifaschistische Praxis zu unterbinden. Das werden wir so nicht hinnehmen! Nur gemeinsam und konsequent können wir den rechten Umtrieben etwas entgegensetzen!


Für antifaschistische Solidarität!
Die mit fehlenden sozialen Beziehungen begründete Fluchtgefahr muss angesichts der Tatsache, dass der Angeklagte in Stuttgart eine langjährige Beziehung, einen festen Wohnsitz sowie eine Familie besitzt, als unhaltbar zurückgewiesen werden. Dass der Antifaschist dennoch weiterhin in U-Haft sitzt und ihm in ungewöhnlich kurzer Zeit der Prozess gemacht werden soll deutet vielmehr darauf hin, dass erneut in Stuttgart ein Exempel der Kriminalisierung antifaschistischen Widerstands statuiert werden soll.
Getroffen hat es dabei einen Einzelnen, gemeint sind jedoch alle die sich vielfältig, gemeinsam und entschlossen Rassisten entgegenstellen!
Besucht die Gerichtsverhandlung am 2. September!
Solidarisiert euch mit dem 
Antifaschisten!
Flyer als PDF-Dokument



Achtet auf aktuelle Ankündigungen: http://www.solikreis-stuttgart.tk/
Bitte spendet für den Genossen und die Solidaritätsarbeit:
Rote Hilfe e.V. 
OG Stuttgart
Stichwort: PI
KTO: 4007 238 313
BLZ: 430 609 67
GLS-Bank

Donnerstag, 11. August 2011

Stuttgart: Antifaschist in U-Haft!
Am vergangenen Donnerstag wurde ein Stuttgarter Antifaschist in Stuttgart-Heslach auf offener Straße in einem Bäcker festgenommen. Ihm wird Körperverletzung in zwei Fällen im Rahmen der Aktivitäten gegen einen Rassistenkongress und dem Gründungsparteitag des Landesverbandes der rassistischen Partei „Die Freiheit“ vorgeworfen.

Hintergrund
Für das erste Juniwochenende 2011 planten mehrere rechtspopulistische und rassistische Gruppierungen Aktivitäten in Stuttgart. Aufgerufen und organisiert zu einem sogenannten „islamkritischen Wochenende“ hatten die „Bürgerbewegung Pax Europa“ sowie das Netzwerk „PI-News“. Zusätzlich sollte am Sonntag der Gründungsparteitag des Landesverbandes der Partei „Die Freiheit“ stattfinden.
Über das gesamte Wochenende hinweg fanden in Stuttgart Protestaktionen gegen den Rassistenkongress und die Parteigründung statt. Über 350 Menschen beteiligten sich an einer antirassistischen Demonstration durch die Stuttgarter Innenstadt und verhinderten im Anschluss daran weite Teile der von BPE auf dem Schlossplatz geplanten Auftaktdemonstration. 

Rassisten keine Basis bieten!
Der Angeklagte besetzte im Zusammenhang mit dem „islamkritischen Wochenende“ gemeinsam mit anderen AktivistInnen die Bühne von welcher aus die Rassisten am 02. Juni ihre Propaganda auf die Straße tragen wollten. Er als auch weitere wurden brutal von der Polizei mit Hilfe von Pfefferspray von der Bühne gebracht und in Gewahrsam genommen und vier - inklusive der Angeklagte - mussten später im Krankenhaus behandelt werden. Weitere AktivistInnen folgten ihnen ebenfalls ins Krankenhaus, als die Polizei auch gegen die AntirassistInnen vorging, die vor der Bühne ihren Protest zeigten. Dabei mussten zwei der AktivistInnen über Nacht im Krankenhaus bleiben. [Link zu Demobeobachter]
Die Freiheit sieht sich als deutschen Ableger einer europaweiten rechtspopulistischen Bewegung. Vorbilder der neu gegründetenn Partei sind beispielsweise die Schwedendemokraten, denen erst vor kurzen mit rassistischen und islamfeindlichen Parolen der Einzug in das schwedische Parlament geglückt ist. Aber auch die niederländischen Rechtspopulisten mit ihrer Ikone Gert Wilders dienen der Kleinstpartei mit bisher noch relativ überschaubarem Anhang als Vorbild. Perspektivisch will die „Freiheit“ hier in der BRD antiislamische, rassistische und rechte Kräfte bündeln und zielt damit mittelfristig auf Wahlerfolge ab.
Letztendlich sah sich auch „die Freiheit“, die als Höhepunkt des Wochenendes ihre Landessektion in Baden-Württemberg gründen wollte, mit Gegenwind konfrontiert. Mehrere Dutzend AntirassistInnen protestierten lautstark vor dem Tagungsort im Stuttgarter Stadtteil Bad-Cannstatt, einige Parteimitglieder bekamen den Protest handfest zu spüren.
Nach den Behauptungen der Staatsanwaltschaft soll der zwischenzeitlich inhaftierte Genosse an dieser Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein. Ebenso soll er bei der Räumung der Bühne gegen einen Polizeibeamten körperlich angegangen sein.
Seit Donnerstag befindet er sich nun in der JVA Stuttgart-Stammheim. Als Begründung für die U-Haft dient die Behauptung es bestünde „Fluchtgefahr“. Angesichts der Tatsache, dass der Genosse in Stuttgart einen festen Wohnsitz, Freunde und eine langjährige Beziehung besitzt, muss diese Behauptung als vollkommen abwegig gewertet werden. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass Stuttgarter Staatsanwaltschaft und Gerichte erneut eine Exempel der Kriminalisierung antifaschistischen Widerstands konstatieren möchten. 

Organisieren wir Solidarität und Widerstand gegen ihre Repression!
Unabhängig von der Frage ob der Genosse an dieser Auseinandersetzung beteiligt war oder nicht, bleibt festzustellen, dass auch spürbare gesellschaftliche Ablehnung ein richtiges und wichtiges Zeichen gegen rassistische Umtriebe ist. Den Vormarsch rechter Tendenzen und deren Organisierungsansätze werden wir mit warmen Worten und Lichterketten nicht verhindern können. Auch hier gilt die Notwendigkeit eines vielseitigen, mehrere Ebenen umfassenden Abwehrkampfes!
Lasst uns gemeinsam der Repression entgegentreten. Auch wenn „nur“ ein Genosse im Knast sitzt, zielt dieser Kriminalisierungsversuch auf alle ab die offensiv und entschlossen Rassisten entgegentreten. Durch Einschüchterung und Abschreckung soll der Widerstand gegen Rechtspopulisten und Faschisten möglichst klein gehalten werden. Lassen wir das nicht zu! Gemeinsam und solidarisch können wir der Repression etwas entgegensetzen!
 
Für proletarischen Internationalismus - Gegen jede Repression!
Antifaschismus, auf allen Ebenen und mit allen Mitteln ist und bleibt legitim!(Vefasst von: Soligruppe Antirassist. am 10.08 auf linksunten.indymedia.org)

Dienstag, 9. August 2011

Nie wieder Faschismus! Nein zum Krieg!
Den Naziaufmarsch zum Antikriegstag in Dortmund verhindern!
Stuttgarter Bündnisaufruf:

Seit 7 Jahren versuchen Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet den traditionell linken Antikriegstag mit einem faschistischem Großaufmarsch in Dortmund für sich zu vereinnahmen.
Hunderte Faschisten zogen in den letzten Jahren am ersten Septemberwochenende mit zynischen Parolen wie „Nie wieder Krieg - Nach unserem Sieg!“ durch die Straßen. Sie erklären aktuelle Kriege mit antisemitischer Hetze, propagieren völkischen Rückschritt  und leugnen die historische deutsche Schuld am zweiten Weltkrieg.
Kurz: Die Vertreter eines Gesellschaftsmodells, das wie kein anderes für kriegerische Gewalt und 
Ausbeutung steht, geben sich als Friedensengel. Das können wir nicht hinnehmen!
1957 wurde der 1. September unter der Losung „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ zum Mahn- und Gedenktag gegen imperialistische Kriege ausgerufen. Damit wollten AntifaschistInnen in der jungen Bundesrepublik an den Überfall Nazideutschlands auf Polen am 1. September 1939 erinnern und gegen die Wiederholung derartiger Gräuel einstehen.
Heute beteiligt sich die BRD erneut weltweit an Kriegen und militärischen Besatzungen, während die Nazibewegung bundesweit am erstarken ist. Am 3. September gilt es die Nazis in Dortmund zurückzudrängen und einen lautstarken Widerstand gegen imperialistischen Krieg auf die Straße zu tragen. Mit einer bundesweiten Mobilisierung zu Massenblockaden und anderen Widerstandsaktionen werden wir den Hetzern  keinen Platz lassen!
Support the action! Beteiligt euch an der antifaschistischen Busfahrt aus Stuttgart nach Dortmund!

Der Antikriegstag gehört uns!

UnterstützerInnen:
Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart, Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region [AABS], Antifaschistische Initiative Leonberg [AIL], Antifa Esslingen/Nürtingen, ATIK-YDG, Autonome Antifa Heidenheim, Autonome Antifaschistische Linke [Ostalb], FAU Stuttgart, Libertäres Bündnis Ludwigsburg [(LB)²], Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg, Linksjugend ['solid] Böblingen/Calw, Linksjugend ['solid] Stuttgart Jusos Stuttgart, Offenes Antifaschistisches Bündnis Kirchheim/Teck [OAB-K], Revolutionäre Aktion Stuttgart, Ver.di Jugend Stuttgart, Volkshaus/Halkevi Kirchheim/Teck, VVN-BdA, Kreisverband Esslingen, Young Struggle

Infoveranstaltung am 24.08 um 19 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann in Stuttgart
Am  24. August wird es in Stuttgart eine Veranstaltung zum "Nationalen Antikriegstag" am 3. September und den geplanten Gegenaktivitäten geben.
Schwerpunkte werden hier die historische Bedeutung des Antikriegstages, Autonome Nationalisten und Ihre Vereinnahmungsstrategie linker Rhetorik sowie ein praktischer Part zu den diesjährigen Gegenaktivitäten sein.

Montag, 8. August 2011


Den „Na­tio­na­len An­ti­kriegs­tag“ am 3. Sep­tem­ber 2011 ver­hin­dern! Dort­mund stellt sich quer! Sie wer­den nicht durch­kom­men!
Aufruf des Bündnisses "Dortmund stellt sich quer":

Dortmund stellt sich quer!Zum 7. Mal in Folge wol­len Neo­fa­schis­ten an­läss­lich des An­ti­kriegs­ta­ges durch Dort­mund
mar­schie­ren. Für den 3. Sep­tem­ber mo­bi­li­sie­ren sie eu­ro­pa­weit in die Ruhr­ge­biets­me­tro­po­le. Nach dem wie­der er­folg­reich ver­hin­der­ten Marsch durch Dres­den gilt der so ge­nann­te „Na­tio­na­le An­ti­kriegs­tag“ in Dort­mund als einer der wichtig­sten Auf­mär­sche der deut­schen Neo­na­zis.
 Dort­mund hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu einer Hoch­burg mi­li­tan­ter Neo­na­zis ent­wi­ckelt. Bru­ta­le Über­grif­fe auf Mi­gran­tIn­nen und linke Ju­gend­li­che, auf Ge­werk­schaf­te­rIn­nen und po­li­tisch ak­ti­ve Men­schen, auf al­ter­na­ti­ve Buch­lä­den und auf Par­tei­bü­ros, auf Knei­pen und Ver­an­stal­tun­gen, auf Woh­nun­gen von An­ti­fa­schis­tIn­nen gehen wei­ter und neh­men an Bru­ta­li­tät zu.
Die Nazis sagen, Dort­mund sei ihre Stadt. Wir sagen: Nie­mals!
Po­li­zei, Jus­tiz und lo­ka­le Po­li­tik haben das Pro­blem seit Jah­ren ver­harm­lost. Sie tra­gen Ver­ant­wor­tung für das Er­star­ken der Neo­fa­schis­ten in Dort­mund. Seit dem Jahr 2000 gehen vier Morde auf das Konto der Neo­na­zis: drei Po­li­zis­ten wur­den von dem Neo­na­zi Micha­el Ber­ger er­schos­sen, der Punk Tho­mas Schulz von einem ju­gend­li­chen Neo­fa­schis­ten er­sto­chen. Seit ei­ni­ger Zeit ver­än­dert die Zi­vil­ge­sell­schaft ihre Sicht und ent­wi­ckelt Pro­test und Ge­gen­wehr. Aber die Po­li­zei bleibt ihrer Linie treu: An­ti­fa­schis­ti­sches En­ga­ge­ment wird immer wie­der be­hin­dert, Neo­na­zis kön­nen na­he­zu un­ge­stört agie­ren.
Der An­ti­kriegs­tag er­in­nert an den fa­schis­ti­schen Über­fall der Nazis am 1. Sep­tem­ber 1939 auf Polen. Es war der Be­ginn eines Raub- und Ver­nich­tungs­krie­ges, der die Welt in Brand steck­te und über 50 Mil­lio­nen Tote hin­ter­ließ. Der An­ti­kriegs­tag ist der Tag aller De­mo­kra­tIn­nen und Kriegs­geg­ne­rIn­nen, die die Mah­nung aus un­se­rer Ge­schich­te: „Nie wie­der Fa­schis­mus! Nein zum Krieg!“ wach­hal­ten und für eine Welt des Frie­dens und der in­ter­na­tio­na­len So­li­da­ri­tät ein­tre­ten.
Die deut­schen Neo­na­zis ste­hen in der Tra­di­ti­on der NSDAP. Sie be­ju­beln den bei­spiel­lo­sen Ver­nich­tungs­krieg gegen die So­wjet­uni­on mit 17 Mil­lio­nen toten Zi­vi­lis­ten eben­so wie die bar­ba­ri­sche Mas­sen­ver­nich­tung der Juden, Sinti und Roma. Sie leug­nen die Ver­bre­chen der Wehr­macht und der SS und tra­gen Slo­gans wie „Unser Groß­va­ter war ein Held!“ vor sich her. Mit an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Phra­sen ver­su­chen sie in der sich ver­schär­fen­den Krise des Ka­pi­ta­lis­mus die so­zia­len Ab­stie­ge, Armut und Ar­beits­lo­sig­keit, Per­spek­tiv­lo­sig­keit und Exis­tenz­angst der Men­schen und be­son­ders der Ju­gend für ihre ras­sis­ti­sche und kriegs­ver­herr­li­chen­de Ideo­lo­gie zu nut­zen.
Ge­mein­sam set­zen wir ihnen un­se­ren Wi­der­stand und un­se­re Po­li­tik der Auf­klä­rung und der in­ter­na­tio­na­len So­li­da­ri­tät ent­ge­gen! Ge­mein­sam ste­hen wir gegen Krieg und for­dern seine so­for­ti­ge Be­en­di­gung in Af­gha­nis­tan – und über­all! Wir rufen die An­ti­fa­schis­tin­nen und An­ti­fa­schis­ten, die Geg­ner von Krieg und Be­sat­zung, die Ge­werk­schaf­te­rin­nen und Ge­werk­schaf­ter, die Ju­gend dazu auf, den Auf­marsch der Neo­fa­schis­ten am 3. Sep­tem­ber durch ge­walt­freie Blo­cka­den ent­schlos­sen zu ver­hin­dern! Von uns wird dabei keine Es­ka­la­ti­on aus­ge­hen. Wir sind so­li­da­risch mit allen, die der zu­neh­men­den Kriegs­pro­pa­gan­da eine Ab­sa­ge er­tei­len und den Nazis ent­ge­gen tre­ten wol­len. Ge­mein­sam wer­den wir ihren ge­plan­ten Marsch durch Dort­mund ver­hin­dern!
Der An­ti­kriegs­tag ge­hört uns!
Be­tei­ligt Euch an den De­mons­tra­tio­nen und Blo­cka­den!
Wenn Nazis mar­schie­ren, ist Wi­der­stand Pflicht!

Sonntag, 19. Juni 2011

Dem Wirt wird der offene Brief überreicht
Offener Brief an die Leonberger Kneipe "Treffbar"

Sehr geehrte Frau Schlesinger, Inhaberin der „Treffbar“,

hiermit wollen wir Sie nocheinmal schriflich in Form eines offenen Briefes darauf hinweisen, dass sich regelmäßig Neonazis in Ihren Räumlichkeiten treffen und ihnen damit Platz geboten wird, ihre braune Propaganda und die menschenverachtende Hetze gegen all diejenigen, die nicht in ihr beschränktes Weltbild passen, zu verbreiten.

Erst im Sommer letzten Jahres wurde ein Infotisch der Antifaschistischen Initiative Leonberg (AIL), der vor der Römergalerie stattfand, von mehreren Neonazis brutal mit Bierflaschenwürfen, Baseballschlägern und Reizgas angegriffen.
Ein bekanntes Gesicht der aggressiven Angreifer, ist oft in Ihrem Lokal anzutreffen und auch auf den Bildern, die auf Ihrer Hompage veröffentlicht sind, mit offensichtlichen Nazisymoliken auf der Kleidung wiederzuerkennen.
Kürzlich, am 17. Dezember.2010 wurde eine Gruppe bekannter Neonazis aus der Region in Ihrem Lokal angesprochen und darauf hingewiesen, dass sie nicht erwünscht seien. Darauf hin wurden diese Nazigegner rausgeschmissen und die Nazis durften in Ruhe ihr Bier weitertrinken.
Ganz egal wer so etwas duldet, sei es Wirt oder anwesender Gast, macht sich zum Wegbereiter für das braune Gedankengut der Nazis und erstärkt somit auch die rechte Szene.
Um Nazis und ihrem menschenverachtenden Gedankengut wirkungsvoll etwas entgegenzusetzen, muss auf allen Ebenen gehandelt werden, dazu gehört auch, ihnen keinen Platz in öffentlichen Räumen zu bieten und ihnen somit wenigstens teils den Nährboden zu entziehen.

Wenn man also nur aus Profitinteressen duldet und damit auch unterstützt, dass Nazis sich ungestört treffen können, macht man sich selbst zum Mittäter und sollte lieber auf die paar Euro verzichten.
Außerdem stellen sie wegen ihrer Gewaltbereitschaft gegenüber MigrantInnen und Andersdenkenden ein ernormes Risiko für alle anderen Gäste dar und sind immer wieder für brutalste Schlägereien und Übergriffe verantwortlich.

Wir als Antifaschistinnen und Antifaschisten fordern Sie also auf, den Neonazis nicht weiterhin einen Platz zu bieten und sich öffentlich von ihnen zu distanzieren. Sie sind nicht dazu gezwungen, den Nazis Eintritt zu gewähren, sondern können von Ihrem Hausrecht Gebrauch machen. Schmeißen Sie die Nazis einfach raus!

Wehren Sie sich gegen die Nazis und lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass es für die braunen Schläger keine Akzeptanz gibt, weder auf der Straße noch in Ihrem Lokal.

Im Anhang haben wir Ihnen ein durchgestrichenes Hakenkreuz beigelegt, dass Sie sich an die Eingangstür hängen können, um klar Stellung zu beziehen, dass Nazis in Ihrer Kneipe nicht erwünscht sind und Sie sich ausdrücklich von Faschisten distanzieren.
Außerdem haben wir die bekanntesten Nazisymbole aufgelistet, damit Sie die Neonazis erkennen und sie direkt rausschmeißen können.

Alle anderen Kneipen auf dem Leonberger Markplatz wurden ebenso informiert und darum gebeten, Neonazis keinen Platz in ihrer Kneipe zu bieten.

Wir verstehen diesen Brief als einen offenen Brief, den wir an einige regionale Parteien, Zeitungen, Kneipen und Organisationen verschicken und im Internet veröffentlichen werden.

Antifaschistische Initiative Leonberg
antifa.leonberg.blogspot.com
Kontakt: AIL_Mail@gmx.de

++Der Wirt reagierte positiv auf den offenen Brief++

Montag, 13. Juni 2011

Nazis in Leonberg? Nicht mit uns!
Eine Broschüre der Antifaschistischen Initiative Leonberg 

Inhalt der Broschüre "Nazis in Leonberg? Nicht mit uns!":In folgendem Text möchten wir, die Antifaschistische Initiative Leonberg [AIL], unsere Einschätzung zu faschistischen Aktivitäten und Strukturen in der Region Leonberg, Gegenaktivitäten und zu der Reaktion von Stadt und Polizei darlegen.
Faschismus und Antifaschismus in und um Leonberg
In den vergangenen Jahren ist der Landkreis Böblingen zu einem der Schwerpunkte der baden-würrtembergischen NPD geworden. Neben faschistischen Hetzveranstaltungen und neonazistischen Konzerten kam es auch zu einigen Angriffen von Neonazis auf Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen.
Daraufhin gab es unter anderem einen antifaschistischen Infotisch im Januar 2010 am Leonberger Bahnhof. Auch dort tauchten am Rande Neonazis auf, pöbelten und rissen InfotischteilnehmerInnen Anstecker ab.
Im Frühjahr 2010 gründete sich die Antifaschistische Initiative Leonberg um durch Öffentlichkeitsarbeit das Problem mit Neonazis in und um Leonberg zu sensibilisieren und gemeinsam und entschlossen den faschistischen Umtrieben entgegenzutreten.
Am 17.7.10 veranstalteten wir eine Kundgebung vor der Römergalerie um vor dem Treiben der Neonazis zu warnen und dem entgegenzuwirken. Während einer Rede kamen Neonazis angerannt und warfen Glasflaschen in Richtung der AntifaschistInnen. Die Neonazis flohen und wurden von AntifaschistInnen verfolgt. Aus umliegenden Gebüschen kamen weitere Neonazis mit Baseballschlägern bewaffnet auf die AntifaschistInnen zu. Glücklicherweise wurde bei diesem Neonaziangriff niemand verletzt. Die Neonazis wurden von der Polizei festgenommen.
Am selben Abend/in der Nacht wurde eine Gedenktafel an der KZ-Gedenkstätte in Leonberg mit Nazi-Symbolen beschmiert.
Am 11.März 2011 kam es wohl zu einem der brutalsten Naziangriffe in den letzten Jahren. An diesem Freitagabend trafen drei antifaschistische Jugendliche auf eine ebenso große Gruppe von Neonazis vor der Treffbar am Leonberger Marktplatz. Es kam zu einem Wortgefecht aus dem einer der Neonazis damit prahlte bei dem Angriff auf den antifaschistischen Infotisch am 17.7.10 dabei gewesen zu sein. Daraufhin schoss er unvermittelt mit einer Gaspistole einem der jungen Antifaschisten aus kürzester Entfernung ins Auge. Die drei Neonazis flüchteten. Der Antifaschist wurde sofort in eine Augenspezialklinik gebracht und zweimal notoperiert. Er musste stationär behandelt werden und hat bis heute seine volle Sehkraft nicht wieder.
Am Sonntag, dem 13.März demonstrierten ca. 200 Antifaschisten und Antifaschistinnen gegen faschistische Gewalt in Leonberg.
Entfaltungsmöglichkeiten der Faschisten
Neben kleineren Gemeinden um Leonberg, wie Rutesheim, Höfingen oder Weissach halten sich die Faschisten des Öfteren auch am Leonberger Markplatz auf, wobei sie provokant mit Nazishirts auftreten.
Als AntifaschistInnen am 17.Dezember 2010 Neonazis in der Kneipe "Treffbar" ansprachen und ihnen sagten, dass sie unerwünscht seien, wurden die Nazis vom Wirt verteidigt. Die Nazis in der Treffbar tragen eindeutige T-Shirts mit Reichsfahnen, dem Aufdruck "White Power" oder andere eindeutige neonazistische Symbole. Sie waren zum Großteil bei Angriffen auf Andersdenkende und/oder MigrantInnen dabei. Die Kneipen bieten den Faschisten Entfaltungsmöglichkeiten für ihre menschenverachtende Hetze.
Wie wir wissen, stellen die Neonazis am Leonberger Marktplatz eine Gefahr für alle dar, die nicht in ihr Menschenbild passen und schrecken auch vor Angriffen mit Gaspistolen, wie am 11.März 2011 vor der Treffbar nicht zurück!
Wir fordern die Besitzer der Kneipen und insbesondere der "Treffbar" auf, sich öffentlich von Neonazis zu distanzieren und sie nicht in den Kneipen zu dulden. Wir fordern die Besitzer der Kneipen auf, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Faschisten oder Besuchern mit neonazistischen Symbolen keinen Platz in ihrer Kneipe zu bieten, sondern sie raus zu schmeißen!
Natürlich werden wir und weder von gewalttätigen Neonazis, noch von Polizei und Stadt einschüchtern lassen, sondern werden die Nazis jetzt erst recht, konsequent und überall dort bekämpfen wo sie auftauchen - in Kneipen, auf den Straßen, Festen oder im Parlament!
NPD
Die NPD ist die bedeutenste faschistische Kraft in ganz Baden-Würrtemberg. Sie bietet Neonazis aller Strömungen strukturelle und finanzielle Möglichkeiten für ihre Arbeit. Im Böblinger Kreisrat sitzt der mehrfach vorbestrafte NPD-Funktionär Janus Nowak. Mit lächerlichen Anträgen etc. versucht er auf sich aufmerksam zu machen und zu provozieren. In den vergangenen Wahlkämpfen versuchte die NPD im Landkreis Böblingen mit rassistischen Plakaten und Hetze in Form von Flugblättern, ihre menschenverachtende Ideologie zu propagieren. Die Wählerstimmen von 2006 konnten die Faschisten von 557 auf 1085 Stimmen 2001 im Wahlkreis Leonberg fast verdoppeln.
Militante Neonazis und NPD-Funktionäre in Hemd und Krawatte arbeiten Seite an Seite.
2007 veranstaltete die NPD in Sindelfingen ein Konzert mit dem bekannten Neonazi-Liedermacher Frank Rennicke.
Am selben Abend, an dem unser Freund und Antifaschist in Auge geschossen wurde, hielt die NPD, mit Janus Nowak, eine Veranstaltung in Leonberg ab.
Auch aus anderen Regionen zeigt sich der Fakt, dass immer dort wo die NPD stärker wird, es vermehrt zu neonazistischen Übergriffen kommt.
Reaktion von Stadt und Polizei
Seit Jahren versuchen Stadt und Polizei das Naziproblem in der Region Leonberg herunterzustufen, zu leugnen oder schlicht und einfach zu ignorieren.
Nach dem Angriff auf unseren Infotisch im Juli 2010 wurden die Neonazis mit Baseballschlägern festgenommen aber schon nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Verfahren gegen sie wurden gegen eine kleine Geldstrafe eingestellt. Die Antifaschistinnen und Antifaschisten, die sich als Zeugen bzw. Geschädigte meldeten, wurden von der Polizei bzw. Staatsanwaltschaft nicht darüber informiert.
Wenn Neonazis eine antifaschistische Kundgebung mit Baseballschlägern, Flaschenwürfen und Reizgas angreifen und ihr Verfahren, im Unwissen der Opfer eingestellt wird, tauchen in der Polizeistatistik keine rechten Straftaten auf. Im Gegenteil wurde nach der Kundgebung versucht, die AntifaschistInnen zu kriminalisieren und zu denunzieren.
Die Polizei will offensichtlich mit allen Mitteln verhindern, dass dem Problem mit Faschisten in Leonberg entgegengewirkt wird.
Nach dem faschistischen Übergriff mit einer Gaspistole im März 2011, behauptet die Polizei in dem Angriff "keine extremistische oder rassistisch motivierte" Straftat zu erkennen, bei dem Angriff habe "Alkohol eine Schlüsselrolle gespielt". Dies sind dreiste Lügen!
Der 21-jährige Täter aus Rutesheim war schon bei dem Angriff auf den antifaschistischen Infotisch dabei und ist bekennender Neonazi. An dem Tag des Übergriffs mit der Gaspistole wurde der Neonazi nicht gefasst.
Das Opfer hatte an dem Abend 1 Bier, sowie zwei Schwarztee getrunken. Bei ihm wurde kein Alkoholtest gemacht, noch hatte er angegeben betrunken gewesen zu sein. Dass die Polizei hier von einer Tat mit Alkohol als Schlüsselrolle spricht, ist nicht nur eine dreiste Lüge, sondern sie versuchen damit auch den menschenverachtenden Hintergrund der Tat zu verheimlichen.
Die Polizei brauchte über einen Monat mit mit einer 8-köpfigen Ermittlergruppe die Faschisten aus einem Personenkreis von ca. 5 Personen zu ermitteln! Der Täter, ein 21-jähriger Rutesheimer, sowie seine beiden Mittäter, ein 20-jähriger aus Stuttgart und ein 17-jähriger aus Rutesheim, haben die Tat gestanden. Sie sind alle weiterhin auf freiem Fuß!
In der einmonatigen Ermittlungsphase hatte die Polizei nichts besseres zu tun, als bei bekannten AntifaschistInnen zu Hause aufzukreuzen, zu versuchen sie einzuschüchtern, in zivil AntifaschistInnen zu kontrollieren und sie zu "bitten" nicht auf den Marktplatz zu gehen.
Wir fordern die Polizei und die Stadt auf, endlich das Problem mit Faschisten in Leonberg zuzugeben, nicht zu verharmlosen und sofort mit Einschüchterungsversuchen und Kriminalisierung antifaschistischer Gegenwehr aufzuhören.
Wir dürfen uns nicht auf Polizei und Stadt verlassen, die den Ruf eines schönen, beschaulichen und ruhigen Leonbergs mit der Realität nicht "beschmutzen" wollen.