Mittwoch, 14. September 2011


Erster Tag der Antifaschistischen Aktionswoche Leonberg - Rundgang durch das ehemalige KZ-Lager in Leonberg
Der erste Tag der antifaschistischen Aktionswoche ist rum.  Schon morgen geht's weiter. Heute begann die Antifaschistische Aktionswoche Leonberg mit einem Rundgang über das ehemalige KZ-Gelände bis zum ehemaligen Autobahntunnel, in dem die  KZ-Häftlinge zur Arbeit gezwungen wurden. Doch schon in der Nacht zuvor versuchten Neonazis auf sich aufmerksam zu machen. Rund um das Jugendhaus, in dem in den folgenden Tagen antifaschistische Veranstaltungen stattfinden werden, am Treffpunkt für den KZ-Rundgang und vereinzelt in der Stadt klebten Neonaziplakate und Sticker. Genehmigte Plakataufsteller mit den Plakaten der Antifaschistischen Aktionswoche Leonberg wurden zum Teil überplakatiert! Im Laufe des Tages entfernten engangierte Antifaschistinnen und Antifaschisten die Nazi-Propaganda aus dem Leonberger Stadtbild. Damit war der klägliche Versuch der Neonazis uns zu provozieren gescheitert.

Der erste Tag - mit über 40 TeilnehmerInnen ein voller Erfolg!
Zum Treffpunkt für den KZ-Rundgang trafen über 40 Interessierte aus verschiedenen Kreisen. Zuerst wurden die menschenverachtenden Bedingnungen, unter denen die Gefangenen im KZ leben und arbeiten mussten erklärt. Gedenktafeln gaben weitere Informationen über das Leonberger KZ. Zum Abschluss begaben wir uns in den Tunnel, in dem sich eine Ausstellung befindet.
Von Anfang an war die Polizei anwesend und störte. Sie wollten eine/n Anmelder/in genannt, sowie Ordner/innen für die Versammlung haben. Dass ein solcher historischer Rundgang nicht unter das Versammlungsgesetz fällt, interessierte sie ebenso wenig wie die Tatsache, die KZ-Rundgänge die sonst von der KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V. veranstaltet ebenso nicht angemeldet werden und es bis heute damit auch keine Probleme gab. Da das Bündnis die Veranstaltung problemlos durchführen wollte, ging es eben mit Anmelderin los. Die Polizei ließ es sich nicht nehmen und begleitete die Führung aus Distanz mit. Sie fuhren sogar bis vor den Gedenktunnel.
Als erstes Fazit für den heutigen Tag können wir schließen, dass Neonazis schon im vor hinein versuchen die Aktionswoche zu stören, die Polizei hingegen weiterhin nichts Besseres zu tun hat, als Antifaschistinnen und Antifaschisten zu belästigen und zu provozieren. Mit über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehen wir den Rundgang als vollen Erfolg an. Von der Polizei lassen wir uns nicht kriminalisieren und von den Neonazis nicht einschüchtern. Für uns geht’s schon morgen weiter! 
Schulter an Schulter gegen Faschismus!!!

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